SteigUm.de — Der Faktencheck

Du kannst dir nicht vorstellen, dass Autofahren wirklich so teuer ist? Dann überzeuge Dich selbst. Wir zeigen dir, wie wir rechnen, welche Daten zugrunde liegen und wie das Ergebnis zu verstehen ist.

Die Nutzung eines Autos oder Fahrrads verursacht Kosten, die je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich ausfallen. Der ADAC hat detailliert für jedes Automodell eine Analyse der Kostenstruktur durchgeführt und in einer Studie veröffentlicht. Wir beziehen uns bei unseren Berechnungen auf diese Studie (den Link findet ihr unten in den Quellen). Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

Das Ergebnis sind monatliche Durchschnittskosten in Cent/Kilometer für jedes Automodell individuell aufgeschlüsselt.

Wir haben jeweils drei Automodelle in den Kategorien

ausgesucht. Die Details findet ihr in der Tabelle unten. Aus diesen drei Modellen einer Kategorie haben wir einen Durchschnittswert ermittelt, so dass wir als Ergebnis einen Wert pro Kategorie haben, mit dem wir rechnen können.

Die Kosten für ein Fahrrad belaufen sich auf 10 Cent/Kilometer. Basis für diesen Wert ist die Studie des Umweltbundesamts.

Damit kommen wir zu dieser Übersicht:

Welche monatliche Ersparnis ergibt sich bei Nutzung des Fahrrads gegenüber der des Autos?

Um die monatliche Ersparnis des Fahrradfahrens gegenüber dem Autofahren zu errechnen, müssen einige Annahmen getroffen werden:

Die Kosten pro km für das jeweilige Fahrzeug haben wir bereits oben aufgeführt. Jetzt bringt eine einfache Multiplikation der Kosten pro km mit der zurückzulegenden Strecke die Kosten pro Monat und Jahr.

Die Differenz der Kosten der beiden Fahrzeuge ergibt die Ersparnis pro Monat.

Wie kommen die Vergleichswerte zustande?

Wir rechnen mit Durchschnittswerten in Höhe von:


Autofahren und Kohlendioxid (CO2‑Emissionen)

Wie wird der CO2‑Emissionen Ausstoß für einen PKW berechnet?

Der CO2‑Emissionen-Ausstoß eines PKW wird mithilfe des kombinierten Testzyklus (CTW) berechnet. Dieser besteht aus einer Kombination aus städtischem Fahren, Landstraße und Autobahn und ermöglicht es, Kraftstoffverbrauch, CO2‑Emissionen-Ausstoß und Abgase des Fahrzeugs in einheitliche Einheiten pro Kilometer (g/km) umzuwandeln. Weitere Faktoren sind Motortyp, Fahrzeuggröße und -gewicht, Kraftstoffart und Fahrstil.

Auch hier liefert der ADAC wieder detaillierte Daten für unsere Fahrzeugtypen aus der Tabelle unten. Daraus ergeben sich wieder Durchschnittswerte für die drei Kategorien:


Fahrzeugtyp Modell Kosten pro Kilometer CO2‑Emissionen-Ausstoß
Kleinwagen Mercedes A 180 7G-DCT 64 Cent 125 g/km
Kleinwagen Audi A1 Sportback 25 TFSI 46 Cent 126 g/km
Kleinwagen BMW 118i Advantage 59 Cent 129 g/km
Mittelklasse Audi A3 Limousine 35 TDI 62 Cent 152 g/km
Mittelklasse Mercedes C200 9G-Tronic 80 Cent 144 g/km
Mittelklasse VW Arteon 2.0 TDI SCR DSG 74 Cent 155 g/km
Oberklasse Mercedes GLS 400 d 4Matic 9G-Tronic 1,43 Euro 210 g/km
Oberklasse Audi Q8 50 TDI quattro tiptronic 1,28 Euro 216 g/km
Oberklasse BMW X7 xDrive4od Steptronic Sport 1,39 Euro 203 g/km

Bäume pflanzen

Welchen Beitrag leisten Bäume, um Kohlendioxid zu reduzieren? Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn solange sie wachsen, wird ein großer Teil des Kohlenstoffs in neuem Holzgewebe gebunden. Genaugenommen binden Bäume aber nicht CO2‑Emissionen, sondern wandeln diesen über die Photosynthese in Kohlenstoff und Sauerstoff um.

Studien ergeben einen globalen Durchschnitt von 10kg CO2‑Emissionen pro Baum pro Jahr. Eine Buche soll etwa 12,5 kg CO2‑Emissionen im Jahr umwandeln und um eine Tonne CO2‑Emissionen aufnehmen zu können, muss die Buche etwa 80 Jahre lang wachsen. Auch diese Studie findet ihr unten in den Quellen.

Wir rechnen mit dem globalen Durchschnitt von 10kg CO2‑Emissionen pro Baum, um die Menge an Kohlendioxid anschaulich zu machen. Viel wichtiger als Bäume zu pflanzen, ist aber der Schutz bestehender Wälder und die Vermeidung klimaschädlicher Emissionen.


Autofahren und Mikroplastik

Wieviel Mikroplastik entsteht durch Autoverkehr?

Der Autoverkehr ist die größte Quelle von Kunstoffen in der Umwelt. Der Ausstoß von Mikroplastik entsteht vor allem durch den Abrieb von Bremsen und Reifen. Allein in Deutschland sollen laut Umweltbundesamt jährlich zwischen 90.000 und 140.000 Tonnen Mikroplastik durch den Abrieb von Autoreifen in die Umwelt gelangen. Der ADAC rechnet mit einem durchschnittlichen Abrieb pro Auto von rund 120 Gramm pro 1000 Kilometer. Diesen Wert verwenden wir auch für unsere Rechnung.

Im Gegensatz dazu erzeugen nach einer Studie des norwegischen NILU-Instituts Fahrradreifen und -bremsen dreizehn Mal weniger Abrieb als ein Auto, im Ergebnis 9,23g/1000km.

Wie kannst du Mikroplastik vermeiden?

Fahre weniger Auto oder steig ganz um aufs Fahrrad. So wird der Abrieb deutlich gemindert. Wenn ganz Deutschland täglich umsteigen würde, könnten jährlich mehr als 32 Tonnen Mikroplastik vermieden werden.


Quellen